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Pilotprojekt der Stadt Pori

Unser Vertriebsleiter, Jero Juurjärvi, bespricht ein Pilotprojekt, das in der Stadt Pori durchgeführt wurde:

Projektanforderungen

Die Digitalisierung von Infrastrukturprojekten steht bereits länger auf der Tagesordnung der Stadt Pori. Ziel war es, Maschinensteuerung schnellstmöglich zu realisieren, die Projektdokumentation zu modernisieren und den gesamten Prozess des Infrastrukturbaus effizienter zu gestalten.

Wir besprachen die Angelegenheit mit Olli-Pekka Ihalainen, Leiter des städtischen Vermessungsamtes in Pori, und entschlossen uns, ein Pilotprojekt für eine neue Baustelle in der Lautamiehentie Straße durchzuführen. Neben Infrakit wurde ein mit Novatron-Maschinensteuerung ausgestatteter Bagger in dem Projekt eingesetzt. Wasserversorgung und Straßenplanung waren ebenfalls für die Erstellung von BIM-Entwürfen erforderlich.

Ziel des Projekts war es, den Nutzen von BIM-basiertem Bauen besser zu verstehen und zu prüfen, wie die Stadt Pori in zukünftigen Projekten davon Gebrauch machen kann.

Das Projekt

Infrakit wurde zur Überwachung des Projektfortschritts, zur Dokumentation und zur Erfassung von ortsbasierten Fotos auf der Baustelle eingesetzt. Die Zuständigkeiten und Aufgaben der Inspektoren änderten sich, als der maschinengesteuerte Bagger die As-built-Daten für sie erfasste, sodass Zeit für die Qualitätskontrolle gespart wurde.

Jedes Projekt bietet allerdings ganz eigene Herausforderungen. Die wahrscheinlich größte Herausforderung entstand durch die kurzfristige Entscheidung, Infrakit in das Projekt miteinzubeziehen, was die Planer erheblich unter Druck setzte. Die Erstellung der BIM-Entwürfe bedurfte einiges an Studium. Sogar einen Monat nach Baubeginn wurden die Pläne noch geprüft und verbessert.

Obwohl das Infrastrukturteam der Stadt mit Arbeit überlastet war und an vielen Projekten gleichzeitig gearbeitet wurde, waren wir allesamt zufrieden mit dem Ergebnis.

Wir konnten z. B. Informationen über das Gefälle von Leitungen, Massen und Wasserleitungen, die unterirdisch verbaut wurden, sammeln. Die gesammelten As-built-Daten werden in zukünftigen Projekten der Baustelle verwendet.

Vorteile der Verwendung von Infrakit

Nach Projektabschluss besprachen wir die Vorteile der Verwendung von Infrakit und berechneten die Zeitersparnis.

Wir schätzten die Vorteile grob ab und haben dabei die gesparte Zeit mit jedem Projektteilnehmer überprüft. Wir verglichen diese Stunden mit der Kostenverteilung und den Gesamtinvestitionen des Jahres.

Leider würde die Stadt Pori jährlich lediglich 207.510 € bzw. 3,46 % sparen. Die durch die Verwendung von Infrakit entstandenen Einsparungen waren zwar 11,5-mal höher als die Gesamtprojektkosten, allerdings hätten wir ein besseres Ergebnis erzielen können, wenn wir das Projekt am Anfang besser überprüft und uns auf den Bau besser vorbereitet hätten.

Das Kennenlernen neuer Dinge ist immer eine Herausforderung und ideale Ergebnisse stellen sich am Ende als unerreichbar heraus. Normalerweise habe ich eine Ersparnis von +5 % in Pilotprojekten erlebt und nach einer Prozessverbesserung ist die Ersparnis um bis zu 20 % gestiegen.

Was wurde verbessert

Persönlich hätte ich mir gewünscht, dass Maschinensteuerung eine größere Rolle in dem Pilotprojekt gespielt hätte, aber wir konnten keine ausreichende Anzahl an Maschinensteuerungsgeräten für das Projekt zur Verfügung gestellt bekommen. Daher muss in Zukunft die Ausrüstung der Maschinen bei der Ausschreibung berücksichtigt werden. Die Bauleiter haben sich besonders darüber gefreut, dass sie auf der Baustelle sogar über das Handy auf die Entwürfe zugreifen konnten. Außerdem hat Infrakit die Dokumentation einfacher gestaltet.

Die zukünftige Verwendung von Infrakit

Der Plan ist es, Infrakit zur Leitung eines ab Herbst 2019 beginnenden Projekts zu verwenden.

Würden Sie Infrakit an andere Organisationen weiterempfehlen?

„Ich empfehle jedem, der im Bereich des Infrastrukturbaus arbeitet, sich mit Infrakit vertraut zu machen. Ich würde sagen, der Dienst ist für sämtliche Projekte mit einem Budget ab 20.000 € geeignet. Er führt zu einer effizienteren Qualitätskontrolle und einer verbesserten Überwachung, was sich positiv auf die Wartung auswirkt“, sagt Olli-Pekka Ihalainen.

(Published 13.2.2019)